Schweißhände: Ursachen und Therapien

Schweißhände machen vielen Betroffenen das Leben schwer. Die übermäßige Schweißabsonderung an den Händen tritt nach Schweißfüßen am häufigsten auf und betrifft hauptsächlich die Innenflächen der Hände. Hyperhidrosis Palmaris, so der medizinische Begriff für Schweißhände, ist für viele Betroffene eine soziale Beeinträchtigung. Wer möchte schon mit nassen Händen jemanden die Hand schütteln?

Die Ursachen von Schweißhänden

Hyperhidrose tritt meist in der Pubertät auf. Menschen mit Schweißhänden verfügen über besonders viele Schweißdrüsen an der Innenfläche der Hände. Eine übermäßige Schweißabsonderung tritt auf, wenn die Schweißdrüsen größer als normal sind und vom Nervensystem zu einer erhöhten Schweißproduktion angeregt werden.

Hyperhidrosis Palmaris: Die Symptome

Leide ich tatsächlich unter Schweißhänden? Oder fühlt sich der normale Handschweiß nur unangenehm an. An den Händen von Menschen mit Hyperhidrose bilden sich meist Schweißtropfen. Typisch ist auch eine betont rötliche Färbung der Handinnenseite, die vom übermäßigen Schwitzen ausgelöst wird. Ob die Hände tatsächlich unter Hyperhidrose leiden, kann mithilfe einer Iodtinktur leicht festgestellt werden. Hierbei wird die Tinktur auf die Hände aufgetragen. Dann pudert man Kartoffelstärke darüber. Der Schweiß verfärbt die Tinktur bläulich und gibt damit Aufschluss über den Schweregrad der Schweißproduktion.

Behandlung von Schweißhänden

Zu den bekanntesten Behandlungsmethoden gehört die Therapie mit Aluminiumchlorid. Auch eine Behandlung mit Leitungswasser (Iontophorese) ist möglich. Zu den populärsten Therapiemethoden gehört die Injektion von Botox in die betroffenen Hautstellen. Botox ist vor allem als Faltenkiller bekannt, eignet sich aber auch zur Behandlung von Hyperhidrose an den Händen oder unter den Achseln. Nachteil: Das Nervengift wirkt nur etwa ein halbes Jahr. Dann muss nachgespritzt werden. Alternativ hat sich auch die Behandlung mit Phenol bewährt, das in die Hand injiziert wird. Schweißhand-Geplagte haben dann bis zu einem Jahr Ruhe vor feuchten Händen. Die geeignete Therapieform wird in Abstimmung mit dem Hautarzt gewählt.

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